Heute waren wir in Gedenken an die Nakba, auf Arabisch: die Katastrophe, in Stuttgart auf der Straße. Die Nakba ist die ethnische Säuberung des palästinensischen Volkes durch das israelische Apartheidsregime.
Den Tag begonnen haben wir mit einer kurzen aber kämpferische Demo. Auf der knappen Auftaktkundgebung haben wir die Komplizenschaft Deutschlands bei den Verbrechen des israelischen Kolonialregimes hervorgehoben. Hier in Deutschland ist es unsere Aufgabe, dem deutschen Imperialismus entgegenzutreten und Sand ins Gestriebe der Kriegsindustrie zu streuen.
Die Zubringerdemo endete auf dem Schlossplatz, wo die jährliche Nakba Gedenk-Veranstaltung des Palästinakomitees Stuttgart stattfand. Neben einer Vielzahl musikalischer und inhaltlicher, so wie kultureller Beiträge, haben auch wir als OTKM Stuttgart eine kurze Rede auf Deutsch und auf Englisch gehalten. Die Veranstaltung macht erneut deutlich, dass egal wie sehr es das zionistische Regime auch versucht, sie die palästinensische Kultur niemals auslöschen können. Der Kampf für ein freies Palästina geht weiter – Hoch die internationale Solidarität!

Unsere Rede auf der Veranstaltung des Palästinakomitees (English/Deutsch):

Today is a day of remembrance, in memory of the lives lost during the Nakba, The Catastrophe, marking the 78-year-long history of the “State of Israel” ethnically cleansing the Palestinian people. 750,000 Palestinians were displaced, 500 villages were completely eradicated, and 15,000 people were murdered in cold blood. Since then, the ethnic cleansing has never stopped, with “Israel” continuing and intensifying its persecution and elimination of the Palestinian people.

Over the last year, since the last iteration of our Nakba remembrance, we have seen many developments in the atrocities committed by Israel against Palestine, Palestinians, and the surrounding people of Lebanon. Israel continues to impede humanitarian aid delivery and destroy basic life infrastructure, in the name of “self-defense,” trying to hide their genocidal intentions. A genocide which is only intensifying, where German media, capital, and politics are both directly and indirectly involved. This genocide that is tolerated at best, and supported at worst, in the name of German “Staatsräson”–a moral blank check for the State of Israel.

We say that anyone who now looks at history since the Nakba and still supports Israel’s genocidal policies proves that fascism in Germany was never defeated. Anyone who dares to resist the lies of the ruling class and take to the streets is criminalized, through the police, politically motivated charges, or even deportations. standing in solidarity with Palestine means being attacked by the state sooner or later. Activists like the Ulm 5, who last week, were put on trial here in Stuttgart, and Hüseyin Doğru, a journalist who has been so thoroughly sanctioned by the state that him and his wife can no longer legally pay for a lawyer exemplify the need for raising up international solidarity for Palestinian liberation and the end of the Israeli occupation of Palestine.

In the name of international solidarity, we call for us to further resonate with the struggle of the Iranian and Cuban people against western imperialism. We call for German youth to reject the forced conscription thrust upon them by the national military.

Long live the Palestinian resistance, and may its struggle for freedom and independence continue!

Heute ist ein Tag des Gedenkens – im Andenken an die Menschen, die während der Nakba, der Katastrophe, ihr Leben verloren haben. Die Nakba markiert den Beginn der nunmehr 78 Jahre andauernde Geschichte der ethnischen Vertreibung des palästinensischen Volkes durch den „Staat Israel“. 750.000 Palästinenserinnen und Palästinenser wurden vertrieben, 500 Dörfer vollständig zerstört und 15.000 Menschen kaltblütig ermordet. Seitdem hat die ethnische Säuberung nie aufgehört. „Israel“ setzt die Verfolgung und Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung fort und verschärft sie zunehmend.

Seit unserem letzten Nakba-Gedenken im vergangenen Jahr haben wir zahlreiche weitere Eskalationen der von Israel gegen Palästina, die Palästinenserinnen und Palästinenser sowie die Menschen im Libanon begangenen Verbrechen erlebt. Israel behindert weiterhin die Lieferung humanitärer Hilfe und zerstört grundlegende zivile Infrastruktur. All das unter dem Vorwand der „Selbstverteidigung“ und dem Versuch, seine genozidalen Absichten zu verschleiern. Ein Genozid, der sich immer weiter verschärft und an dem deutsche Medien, deutsches Kapital und die deutsche Politik direkt wie indirekt beteiligt sind. Dieser Genozid wird im Namen der deutschen „Staatsräson“ aktiv unterstützt. Sie dient als eine Art moralischer Freifahrtschein für den Staat Israel, tun und lassen zu können was auch immer sie möchten.

Wir sagen: Wer heute auf die Geschichte seit der Nakba blickt und dennoch Israels genozidale Politik unterstützt, zeigt, dass der Faschismus in Deutschland niemals wirklich überwunden wurde. Wer es wagt, den Lügen der herrschenden Klasse zu widersprechen und auf die Straße zu gehen, wird kriminalisiert – durch Polizeigewalt, politisch motivierte Anklagen oder sogar Abschiebungen. Solidarität mit Palästina zu zeigen bedeutet früher oder später, selbst ins Visier des Staates zu geraten. Seien es die Aktivistinnen und Aktivisten wie die „Ulm 5“, die vergangene Woche hier in Stuttgart vor Gericht standen, oder der Journalist Hüseyin Doğru, der durch staatliche Sanktionen so massiv eingeschränkt wurde, dass er und seine Frau sich nicht einmal mehr Lebensmittel, geschweige denn einen Anwalt leisten können: Fälle wie diese verdeutlichen die Notwendigkeit, unseren internationalistischen Kampf für die Befreiung Palästinas und das Ende der israelischen Besatzung zu stärken.

Im Namen der internationalen Solidarität rufen wir außerdem dazu auf, den Kampf der iranischen und kubanischen Bevölkerung gegen den westlichen Imperialismus mit allen Kräften zu unterstützen. Und wir rufen die Jugend in Deutschland dazu auf, sich der Wiedereinführung der Wehrpflicht weiterhin in den Weg zu stellen.

Von Stuttgart bis nach Gaza: Sieg der Intifada!

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