Nach einem enorm kriegerischen Jahr, welches geprägt war von der imperialistischen Eskalationen im Iran, Palästina, Venezuela und der Blockade gegen Kuba war es wichtig auch beim Ostermarsch unsere internationale Solidarität und unsere Hauptfeindlinie auf die Straße zu tragen. Erstmalig haben wir daher dieses Jahr explizit zu einem internationalistischen Bereich aufgerufen.

Umso glücklicher waren wir auch, dass sich viele unserer internationalistischen Genoss:Innen und Organisationen der Beteiligung angeschlossen haben. An unserem gemeinsam mit PAKO veranstalteten Infotisch am Auftakt des Ostermarsches konnten wir viele Menschen auf die, nach wie vor gravierende, Situation in Palästina aufmerksam machen. Sowie die deutschen Verstrickungen und Deutschlands generelle imperialistische Mobilmachung aufzeigen.

Auch haben wir es natürlich nicht unterlassen die jährlich größte Friedensmobilisierung zu nutzen um auf den bald anstehenden 1. Mai aufmerksam zu machen. Bei der Auftaktkundgebung konnten wir viele 1.  Mai Zeitungen verteilen und interessante Gespräche führen. Wer online einen Blick in die 1. Mai Zeitung werfen will kann dies auch hier tun.

Nach rund einer Stunde dann, setzte sich der Ostermarschaufzug in Bewegung. Mit ca. 100 Menschen im Bereich waren wir einer der lautesten Bereiche des Marsches und konnten mit unseren internationalistischen und klassenkämpferischen Positionen bei vielen Passant:Innen auf uns aufmerksam machen.

Auf Höhe des Rathauses dann, wurde ein Transparent aufgespannt, welches sinnbildlich für die Kriegstreiber, das dazugehörige Finanzkapital und Rüstungsunternehmen stand. Jene Akteure welche die deutsche Kriegstreiberei immer weiter befeuern und davon profitieren. Auch die internationale Dimension wurde mit einer Durchsage benannt und unter dem Motto Internationalistisch gegen Krieg und Kapital rannten der Block dann dieses Transparent nieder.

Auf Höhe des Rote-Bühlplatzes hatte sich eine Pro-Imperialistische Pro-Azov Gegenkundgebung aufgestellt. Von den Banderafahnen, Ukrainemilitärinsignien und sonstigen reaktionären Inhalten ließen wir uns aber nicht weiter beirren. Da wir Faschismus natürlich auch international etwas entgegen stellen übertönten wir die – von Jahr zu Jahr schrumpfende -Gegenkundgebung mit unseren Antifaschistischen und Antiimperialistischen Parolen.

Schlussendlich am Ende des Ostermarsches angekommen, führten wir noch einige weitere Gespräche und beendeten den Tag im Linken Zentrum Lilo Herrmann.

Wir ziehen insgesamt eine positive Bilanz vom diesjährigen Ostermarsch. Obwohl natürlich auch dieses Jahr wieder Teile der rechts offenen „Friedensbewegung“ vertreten waren, z.B. in Form von BSW-Positionen oder prorussischen Friedensfahnen ging die relative Stärke dieser Kräfte im Vergleich zu den Vorjahren spürbar zurück.

Auch konnten wir im Rahmen unserer Beteiligung einige wichtige internationalistische Bezugspunkte setzen, während diese leider in Form von Redebeiträgen eher hinter den pazifistischen Forderungen des Gesamtprogramms des Ostermarsches anstehen musste. Positiv kann man auch sehen, dass Akteure wie Verdi eine progressive Antikriegsposition vertraten und auch dem US-Imperialismus ablehnten. Wir sind uns sicher, dass wir auch nächstes Jahr mit unserer Präsenz und unseren antikapitalistischen und klar internationalistischen Forderungen präsent sein werden um den Menschen die sich aus den verschiedensten Gründen oft auch rein aus einer rein moralischen oder humanistischen Position mit unseren antikapitalistischen Inhalte vermitteln können.

Wir sind uns sicher, dass wir durch die Vermittlung unserer Inhalte und dem Werben für die antikapitalistische Beteiligung an der 01. Mai Demo des DGB Stuttgart und dem revolutionären 01. Mai in Stuttgart auch einige Friedensbewegte am 01. Mai wieder sehen werden. Im Zuge der derzeit auf allen Ebenen spürbaren imperialistischen Zuspitzung und der totalitären Mobilmachung Deutschlands für kommende Kriege wird die Notwendigkeit für einen Systemwechsel bei vielen immer spürbarer. Daher rufen wir natürlich alle auf zusammen mit uns um 13:00 am Kronprinzplatz am 01. Mai auf die Straße und zum internationalistischen Fest beim Linken Zentrum Lilo Herrmann zu kommen.

Unseren Aufruf zum Berreich findet ihr hier den Aufruf zum Ostermarsch von der Antimilitaristischen Kampagne von Krieg dem Krieg hier.