Bürgerkriege, Machtkämpfe und das Streben nach Ressourcen: Der Sudan ist ein Beispiel für die verheerenden Folgen, die das imperialistischen System Staaten und Völkern zufügen kann.
Der Sudan leidet seit seiner „Unabhängigkeit“ und dem Ende von Großbritanniens Kolonialherrschaft (1956) unter andauernden Bürgerkriegen.
⇨ Der Sudan hat seit dem Ende der britischen Kolonialherrschaft mehr Zeit im Krieg als im Frieden verbracht
Omar al-Bashir übernahm 2013 die Macht und baute Arabische Milizen auf, um gegen „rebellische nicht-arabische Stämme“ vorzu-gehen. Diese Praxis führte zu massiven ethnischen Säuberungen und Gräueltaten an der Zivil-bevölkerung.
⇨ 2019 wurde Al-Bashir dann schließlich gestürzt
Die RSF und SAF
⇨ Die Rapid Support Forces (RSF), unter Kontrolle der National Intelligence and Security Services (NISS), wehrten sich gegen die Eingliederung in die Sudanese Armed Forces (SAF)
⇨ Dieser Widerspruch war der Auslöser für den bis heute andauernden Bürgerkrieg
Aktuelle Entwicklungen
⇨ Nach einer 500 Tage andauernden Blockade, mussten sich die SAF strategisch zurückziehen und die RSF konnte die Kontrolle über Al-Faschir übernehmen
⇨ Fast die gesamte Region Darfur steht nun unter Kontrolle der RSF
Die Zahlen seit Beginn des Bürgerkrieges sind erschreckend:
⇨ 150.000 Tote
⇨ 2 Millionen Vertriebene
⇨ 600.000 Menschen sind aktiv von einer Hungersnot betroffen
Imperialistische Interessen
⇨ Der Sudan ist reich an wichtigen Rohstoffen: Gold, Erdöl, Diamanten und Uran
⇨ Strategische Lage: Direkt am Roten Meer gelegen, bietet der Sudan wertvolle Zugänge zu globalen Handelsrouten über den Suezkanal
⇨ UAE unterstützen die RSF, während Saudi-Arabien, Katar und Ägypten die SAF unterstützen.
⇨ Deutsche Waffen sind in beiden Lagern präsent
⇨ Bereits während des Kalten Krieges wurde die SAF durch die BRD mit Waffen versorgt
Was bedeutet das für uns?
⇨ Für uns ist klar, dass weder die genozidale RSF noch die reaktionäre SAF ein Bezugspunkt sein können
⇨ Wir stehen solidarisch an der seite des sudanesischen Volkes, deren Interessen von keinen der beiden Seiten vertreten wird
⇨ Wir müssen gegen die Kriegsprofiteure im eigenen Land vorgehen









