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Stuttgart:10 Jahre Rojava – Sponti in der Innenstadt

 Anlässlich des 10 Jährigen Jubiläums der Revolution in Rojava haben wir uns in der Stuttgarter Innenstadt die Straße genommen um die Errungenschaften der Revolution zu feiern und unsere Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf deutlich zu machen.

In den vergangenen 10 Jahren hat sich einiges in Rojava getan. Frauenbefreiung wurde in die Praxis umgesetzt, Rätestrukturen rund um die demokratische Selbstverwaltung geschaffen und für tausende von Menschen wurde ein Raum geschaffen in der sie unabhängig von Religion, Ethnie oder Nationalität solidarisch zusammenleben können. In Rojava wird eine Gesellschaftsperspektive jenseits des Kapitalismus greifbar. Deshalb ist das Projekt auch für uns als Internationalist:innen in Deutschland ein wichtiger Bezugspunkt.

All diese Errungenschaften wurden inmitten widrigster Umstände erkämpft. Viele Jahre war der IS eine große Bedrohung für Rojava und auch nur durch die mutige Guerilla konnte er in Syrien letztendlich auch zerschlagen werden. In den letzten Jahren mehrten sich die Angriffe des türkischen Staats auf Rojava immer mehr und es kam zur Besatzung von Afrin und weiteren Teilen der kurdischen Gebiete. Aktuell ist die Gefahr einer weiteren Invasion sehr hoch, es wird in der kommenden Auseinandersetzung um bestehen oder nicht bestehen der Revolution gehen.

Die Revolution von Rojava hat viele Feinde. Auch der deutsche Imperialismus, der Waffen an die Türkei liefert, den türkischen Staat als Türsteher Europas nutzt und ihn als strategischen Partner braucht hat kein Interesse an einer Revolution, die deutlich macht, dass es alternativen zum Kapitalismus gibt.

Lasst uns internationale Solidarität praktisch werden! Gehen wir an Tag X auf die Straße! Greifen wir den deutschen Imperialismus hier vor Ort an und erzeugen wir öffentlichen Druck auf der Straße! Lasst uns gemeinsam die Errungenschaften Rojavas verteidigen und deutlich machen, dass wir nicht tatenlos zusehen wenn unsere Genoss:innen angegriffen werden!

Biji Rojava!

Hoch die internationale Solidarität

Videos von der Aktion:

1920×1080: https://vimeo.com/731729942

1080×1920: https://archive.org/details/insta-reel

Stuttgart: Brennende Autos des türkischen Konsuls

Zur Gegendarstellung der Medien die am Dienstag 19. July verbreitet wurden: Der Angriff auf Fahrzeuge am Kernerplatz galt den Diplomatenfahrzeugen des türkischen Konsulats.

Der türkische Staat der seit langer Zeit einen Krieg gegen die befreiten kurdischen Gebiete führt hat eine Invasion in Rojava angekündigt. Dort wo seit 10 Jahren die Revolution verteidigt wird um eine demokratische Alternative aufzubauen. Diese Revolution wird seit ihrem Bestehen angegriffen. Angegriffen vom IS. Angegriffen von der Türkei. Angegriffen von der NATO.

Die Heuchelei der Imperialisten lässt sich bald nicht mehr übertreffen: Als die YPG & YPJ Kämpfer*innen die Bevölkerung gegen den barbarischen IS verteidigte wurden die Einheiten und Rojava von westlichen Medien und Politiker*innen beglückwünscht. Nachdem sie das Problem gelöst hatten drehte sich der Wind und die Imperialisten stellen sich als stabilen Rücken hinter NATO-Mitglied Türkei um die gleichen Kämpfer*innen anzugreifen. Logisch denn diese stehen für eine erfolgreiche Revolution mit Frauenbefreiung & Selbstverwaltung & demokratischem Zusammenleben verschiedener Ethnien. Ganz entgegen der imperialistischen kapitalistischen Ideologie.

Diejenigen Staaten die mit dem Ukraine Krieg laute Antikriegsparolen schrien & Russland ermahnten sind die Staaten die jetzt einem Krieg in Rojava zustimmen und mitwirken. Deutschland & die anderen Imperialisten & die Staaten rund um Rojava sind sich einig. Die Revolution ist der gemeinsame Feind & soll vernichtet werden. Dafür verhandeln sie & treffen Absprachen wer wie vom Einmarsch profitieren kann. Deutschland hält seit Jahren Händchen mit der Türkei. Deutsche Konzerne liefern Waffen & Panzer zum Einsatz gegen die Revolution. Baerbock legitimiert den Krieg in grünen Tönen als Kampf gegen den Terror. Der deutsche Staat knastet kurdische Freund*innen mithilfe des §129b ein. Als erstes Land das die PKK kriminalisierte um die kurdische Bewegung in Europa zu schwächen. Das türkische Staatssystem wird durch deutsches Kapital gestützt.

Das ist Teil des imperialistischen Systems: revolutionäre Strukturen & Bestrebungen wie in der Türkei & Kurdistan werden versucht zu vernichten. Denn sie stehen dem Kapital im Weg. Daher wird der türkische Staat unterstützt der die Faschisierung im Land vorantreibt. Der seit Jahrzehnten brutal die kurdische Bevölkerung massakriert & ihre Organisationen vernichten will.

Doch der Funke der Revolution lässt sich nicht so schnell ersticken. Die Volksverteidigungskräfte & die Gefallenen haben mit ihrem Kampfgeist eine Revolution errichtet. 10 Jahre lang wurde gegen die Konterrevolution standgehalten & sie wird auch bei der kommenden Invasion erbittert verteidigt werden. Auch wir im Zentrum des Imperialismus wollen unseren Beitrag zur Verteidigung der Revolution leisten in internationaler Solidarität mit den Freiheitskämpfer*innen.

Biji berxwedana Rojava.
München: Mercedes markiert – Rojava verteidigen!

Als revolutionäre Internationalist:innen machen wir es uns zur Aufgabe hier vor Ort Kriegsprofiteure zu benennen und anzugreifen. In der Nacht von Freitag auf Samstag haben wir den Prestigestandort von Mercedes Benz an der Donnersbergerbrücke in München in den Farben Rojavas markiert.

Am 19. Juli feierte die Revolution in Rojava (Nord-Ost-Syrien) ihr 10. Jubiliäum. 10 Jahre Aufbau eines revolutionären Projekts, in dem die Interessen und die Organisierung der einfachen Menschen im Mittelpunkt stehen, Frauenbefreiung konkret gemacht wird und die Unabhängigkeit von kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung bewaffnet verteidigt wird!

Gleichzeitig hatte dieses hoffnungsvolle Projekt auch immer Feinde. Erst die Angriffe durch den IS, die in einem heldenhaften und opferreichen Kampf der YPG, YPJ und SDF zurückgeschlagen werden konnten und nun der immer weiter intensivierte Angriffskrieg durch die Türkei. Seit seiner Gründung versucht der türkische Staat den Kurd:innen jegliches Recht auf Selbstbestimmung und Selbstverwaltung mit aller Brutalität zu nehmen. Mit Drohnen, Artillerie und durch türkeitreue dschihadistische Söldner wird Rojava in diesen Tagen täglich angegriffen. Aktuell kündigt sich ein massiver Einmarsch türkischer Truppen zur Zerschlagung der Selbstverwaltung an.

Erdogan kann dabei auf die politische Unterstützung der EU und der Nato bauen. Nicht nur, dass die Angriffe auf Rojava und das Qandil-Gebirge im Nordirak gebilligt werden: Europäische Konzerne profitieren von diesem Krieg. Um ihren Absatzmarkt zu steigern exportieren auch deutsche Konzerne in alle Welt Kriegsgerät und unterstützen beim Aufbau von Infrastruktur für militärische Einsätze.

Als revolutionäre Internationalist:innen machen wir es uns zur Aufgabe hier vor Ort Kriegsprofiteure zu benennen und anzugreifen. In der Nacht von Freitag auf Samstag haben wir den Prestigestandort von Mercedes Benz an der Donnersbergerbrücke in München in den Farben Rojavas markiert.

Mercedes war schon immer Kriegsprofiteur: während dem Faschismus in Deutschland wurden Fahrzeuge und Waffen für die Nazis produziert. Teils unter enormer Ausbeutung von Zwangsarbeiter:innen. Heute werden als „Mercedes-Benz Defence Vehicles“ Fahrzeuge für militärische Zwecke an Saudi Arabien, Katar und in die Türkei geliefert.

Wir als Teil der revolutionären Bewegung müssen nicht stumm neben dran stehen während unsere Brüder und Schwester für die Verteidigung der befreiten Gebiete kämpfen. Wir können und müssen einen aktiven Beitrag zur Verteidigung Rojavas leisten.

Kriegsprofiteure entmachten und enteignen!

Hoch die internationale Solidarität!

Augsburg: Büro der Grauen Wölfe in Augsburg angegriffen

In der Nacht vom 16.08.2022 auf den 17.08.2022 wurde das Büro der Grauen Wölfe (ATF) in Augsburg-Oberhausen (Ecke Neuhäuserstraße/Zollernstraße) mit Farbe angegriffen.

Video: https://vimeo.com/740779708

In der Nacht vom 16.08.2022 auf den 17.08.2022 wurde das Büro der Grauen Wölfe (ATF) in Augsburg-Oberhausen (Ecke Neuhäuserstraße/Zollernstraße) mit Farbe angegriffen.

Die Almanya Türk Federasyon (ATF) ist ein Teil des türkischen Faschismus auf deutschem Boden, sie stellt den Dachverband der sogenannten „Grauen Wölfe“ in Deutschland dar, der größten rechtsradikalen Organisation in Deutschland.

Die Grauen Wölfe stellen in der Türkei mit ihrer AKP/MHP-Koalition einen Teil der Regierung. Somit sind sie direkt verantwortlich für die imperialistische Politik der Türkei. Ihre Mitglieder sind als Teile des Militärs, der Polizei und anderer (para-)militärischer Strukturen verantwortlich für Verbrechen und Folter in Kurdistan und allen Gefängnissen der Türkei. In ihrer gesamten Geschichte haben sie, auch als NATO-Konterguerilla, tausende Linke, Revolutionäre und andere Oppositionelle brutal ermordet. Auch für Alevit*innen, Armenier*innen, Griech*innen und alle anderen Menschen, die sie als ihre Feinde markieren, sind sie eine Gefahr. Sowohl in der Türkei, als auch in Deutschland.

Auch in Augsburg stellen die Grauen Wölfe die größte Gefahr für Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, dar. So wurden bei Razzien doch unzählige Waffen bei Mitgliedern der Grauen Wölfe gefunden und auch Kulturläden sehen sich immer wieder Angriffen ausgesetzt.
Nicht nur aus Solidarität haben wir deswegen ihre Fassade groß mit kurdischen Farben bemalt, sondern auch, weil die Grauen Wölfe der verlängerte Arm des türkischen Staates hier in Deutschland sind und die Faschist*innen schon für die nächste große völkerrechtswidrige Invasion bereitstehen. Die militärische Mobilmachung an der türkischen Grenze zu Syrien läuft auf Hochtouren. Der türkische Staat bereitet gerade einen neuen Krieg in den letzten verschonten Gebieten von Rojava vor. Dies darf von uns nicht unwidersprochen bleiben. Auch hier stehen die faschistischen Freiwilligen zusammen mit der türkischen Armee und dschihadistischen Milizen.
Vor 38 Jahren, am 15. August 1984, begann die PKK ihren bewaffneten Befreiungskampf, indem sie in Eruh eine Kaserne der Militärpolizei, und somit den türkischen Staat, direkt angriff. Anschließend wurde die Gründung der „Einheit zur Befreiung Kurdistans“ (Hezen Rizgariya Kurdistan HRK) bekannt gegeben.
„Der einzige Weg, die Hoffnungslosigkeit und Unentschlossenheit des Volkes und die Zweifel über die Möglichkeiten des Kampfes zu zerstreuen, war es, den hohen Preis zu akzeptieren und den bewaffneten Kampf zu beginnen“, erklärte der spätere Kommandant der kurdischen Volksbefreiungsarmee Cemil Bayik.

Faschist*innen gibt es in jeder Couleur, sie alle gilt es anzugreifen!
Keine Ruhe den Faschist*innen!
Biji Berxwedana Kurdistan!

Bilder:
Solidarische Grüße von Karlsruhe Nach Rojava – Spontandemo zum Grünenbüro

Gestern, am Abend des 24.08. haben wir den Mantel des Schweigens, der über dem türkischen Krieg auf Nordsyrien gelegt wurde durchbrochen und Parolen der Solidität in die Straßen von Karlsruhe getragen!

Seit Monaten intensiviert die türkische Regierung ihre Angriffe auf die Gebiete südlich ihrer Grenze, um eine Invasion vorzubereiten. Wöchentlich intensivieren sich die Bomben und Drohnenangriffe auf vornehmlich Zivilist:innen in der Grenzregion, um diese zu zermürben. Besonders trifft es aktuell die Dörfer Semoqa, Umm al-Hoş und Tinib die sich fast täglich unter Artilleriefeuer befinden. In Hesekê bombardierte sie vergangene Woche ein Bildungszentrum und tötete dort vier lernende Kinder. Immer wieder kommt es zu kleineren Vorstoßversuchen des türkischen Militärs, die momentan von den klug agierenden Selbstverteidigungskräften zurückgeschlagen werden können. Jederzeit besteht jedoch die Gefahr, dass das türkische Militär, mit verheerenden Konsequenzen für die Rojava Revolution in seiner gesamten Stärke einmarschiert.

Wütend über das internationale Schweigen, laut und entschlossen zogen wir durch die Karlsruher Weststadt. Wir ließen Parolen der Solidarität durch die Straßen schallen und untermalten die Stimmung mit Leuchtfackeln in den Farben der Autonomieregion Rojava.

Die Demonstration zog bis vor das Büro der Grünen, an dem einige Aktivist:innen die „grünen“ Kriegstreiber mit angebrachten Schildern entlarvten. Im Anschluss löste sich die Demonstration selbstbestimmt auf.

Getroffen hat es heute die Grünen, die die Türkei noch immer für einen „unverzichtbaren Partner“ (Baerbock) halten und zum völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Türkei, genauso wie zu den Angriffen auf die Frauenrechte lieber schweigen. Doch auch der Rest der Ampelkoalition, sowie die CDU/CSU haben den verabscheuungswürdigen türkischen Krieg gegen die demokratische Autonomieregion Nordsyrien mit zu verantworten. Auch sie gilt es als Täter:innen zu demaskieren. Sie haben die jahrelange Aufrüstung der Türkei unterstützt, vorangetrieben und gebilligt. Während im Ukraine-Krieg der Aufschrei groß ist, kann der Nato-Verbündete Türkei gleichzeitig täglich mit Giftgas und Bomben mehr und mehr Zivilist:innen abschlachten und sich in aller Öffentlichkeit auf einen Einmarsch in Nordsyrien vorbereiten. Verwunderlich ist diese Haltung natürlich nicht, hat man mit der Ukraine doch einen weiteren Absatzmarkt, unter EU freundlicher, reaktionärer Regierung für das eigene in der Krise steckende kapitalistische System.

In Deutschland sind die Feinde der kurdischen Revolution nur einen Steinwurf entfernt. Ob es jetzt die Regierungsparteien, die deutschen Rüstungsfirmen wie Krauss-Maffei Wegmann, aus deren Waffen auf unsere syrisch/kurdischen Genoss:innen geschossen wird oder Rheinmetall, das Leopard 2 Panzer an die türkische Diktatur liefert und an einer Panzerfarik in der Türkei mit plant. Die Banken und Institutionen, die am Krieg verdienen, die militärische, oder logistische Ausrüstung liefern. Treten wir für einen gelebten Internationalismus ein und lassen wir diese Feinde des freien Nord-Syriens nicht in Ruhe!

Während die Genoss:innen vor Ort mit der Waffe für eine befreite Gesellschaft kämpfen, ist es unsere Aufgabe, als Internationalist:innen ihnen hier mit allen uns zu Verfügung stehenden Mitteln den Rücken zu stärken.

Rise up 4 Rojava!

Bilder:


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