Seit dem 23. April hat der türkische Staat eine Militäroffensive auf die Medya, Verteidigungsgebiete in Südkurdistan, gestartet. Mit islamistischen Söldnern, chemischen Waffen und bewaffneten Drohnen werden die befreiten Gebiete, besonders in Avasîn, Metîna und Zap angegriffen. Durch massive Bombardements werden tausende Menschen aus ihren Dörfern vertrieben. Systematisch werden täglich 400 Tonnen Wald gerodet und 100 Hektar Wald abgebrannt. Gleichzeitig wurde in Nordostsyrien, mit dem Bau des Staudammsystems GAP, der Fluss Euphrat unterbrochen, wodurch der selbstverwalteten Region Rojava das Wasser entzogen wird.

Diese Kriegsstrategie zielt darauf ab, die befreiten Gebiete zu besetzen und die kurdische Befreiungsbewegung mit ihren Errungenschaften zu zerschlagen. Die kurdische Befreiungsbewegung steht für eine alternative Gesellschaftsordnung ohne Unterdrückung aufgrund von Herkunft, Ethnie, Geschlecht oder Religion. In Rojava wird diese selbstverwaltete Gesellschaft vorgelebt. Das widerspricht nicht nur den Regionalmachtansprüchen der Türkei, sondern ist eine reelle Gefahr für sie. Die Türkei befindet sich in einer politischen und wirtschaftlichen Krise und versucht ihre Macht zu sichern, indem sie den Faschismus etabliert. Im Inneren bekämpft der türkische Staat die Opposition und überzieht die HPD mit einem Verbotsverfahren. Nach außen kollaboriert er mit der kurdischen Regionalregierung im nordirakischen Erbil unter Barzani und seiner KDP.

So war es die KDP, die eine Friedensdelegation aus Europa in Erbil festhielt und sie teilweise zurückgeschickt hat. Die Delegation von Aktivist:innen, Studierenden, Journalist:innen u.a. war dort, um den Krieg zu dokumentieren und ihn ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Einer weiteren Delegation wurde in Deutschland bereits die Ausreise verweigert – Zum Schutz der deutsch-türkischen Zusammenarbeit. Darum kriminalisiert die BRD Kräfte, die für ein freies Kurdistan und für eine Demokratie in der Türkei einstehen. Zugleich unterstützt sie die Türkei mit Infrastruktur, Panzern und Waffen. Damit sichert die BRD auch ihre politischen, wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen. Internationale Solidarität heißt Deutschland als Handlanger und Profiteur des türkischen Krieges zu demaskieren. Internationale Solidarität heißt den Widerstand der Guerilla in den Bergen Kurdistans und in Rojava auf die Straße zu tragen!“

Demonstration:
17.Juli, 15 Uhr, Lautenschlagerstraße
(gegenüber vom Stuttgarter Hbf)

#defendKurdistan #RiseUp4Rojava
#WerinCengaAzadiyê


1 Kommentar

Mobi-Video zur Demo "defend Kurdistan" am 17.Juli - OTKM Stuttgart · 13. Juli 2021 um 17:29

[…] vollständigen Aufruf zur Demonstration könnt ihr hier […]

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